Heut war der erste Tag, an dem ich viel Sonne und keinen
Regen gesehen habe. Das hat mich dazu beflügelt, unglaublich viel draußen, an
der freien Luft, so mit Bewegung und so, zu machen. Ernsthaft. Ich hab mich
selbst gar nicht wieder erkannt, wie ich durch die zarte Frühlingssonne gehüpft
bin, an Blumen geschnuppert und mit Möwen geflirtet hab. Mediziner_innen unter
euch, sind das Anzeichen von einem Sonnenstich? (Die Möwe war übrigens sehr
freundlich. Vielleicht lad ich sie mal nach Österreich ein.)
Am Vormittag bin ich erstmal zum Stadtcenter (wo die Space
Needle steht) und der Gegend rundherum gegangen. Dort hab ich einen Brunnen
entdeckt, der nette Musik gespielt hat – ich bin gerade rechtzeitig zu einer
Runde Beethovens 9. Symphonie (der letzte Akt, of course.) gekommen. Und nein,
da waren keine Drogen im Spiel, danke für euer Vertrauen.
It's me, Mario! :D
Mal ne andere Perspektive auf die Space Needle
MONORAIL!
Alles, was ich vom Pacific Science Center gesehen hab.
Die Tauben hier sind auch recht groß. (ich weiß, der war schlecht.)
Aaalles blüht.
Der Funky-Brunnen!
Mein neuer besterbester Freund/Meine neue bestebesteFreundin. Oder so.
Menschen hier mögen Wale.
Jupp, die sind wirklich so gelb.
Danach bin ich zum Kerry Park gegangen. Das klingt nach
nicht so viel, aber der Park ist der höchste der Stadt (die ja praktisch an
einem Berg liegt), weshalb das eine ganz schöne Hatscherei für meinen an
Bibliotheksarbeit gewöhnten Körper war. Aber im Endeffekt haben wirs ohne große
Schnauferei raufgeschafft, was auch an der wirklich guten Luft hier liegen
könnte. Yay Meeresluft! Ich kann mich gar nicht oft genug freuen.
Die Aussicht dort war ziemlich nett: Much Stadt, very wow.
Seht selbst:
Runter gings dann übrigens mit dem Bus. Mein erstes Mal Busfahren in Seattle. Yay! (Ich mag kurze Busfahrten über rumpelige Strecken.)
Das wirklich arge an dem Tag? Danach hatte ich noch immer nicht genug
davon, draußen zu sein. ICH WEISS! Das mir! Also hab ich mir einen Bus gesucht,
der mich nach Fremont gebracht hat. Das ist ein künstlerischer, liberaler, noch
eingerauchterer Stadtteil Seattles. Einige euch eventuell bekannte Firmen (so
wie Google oder so) haben hier Angestelltenbeschäftigungszentralen. Angeblich
ist Amazon auch wo (die Leute machen zumindest dauernd drüber Witze, dass eine
Drohne gleich ein Paket abliefert).
Was gibt es in Fremont sonst cooles zu sehen? Dinosaurier,
Schokoladenfabriken, Raketen, Lenin und Trolle. Nein, ich hab keine
Zeitmaschine gestohlen. (und wenn, würde ich es nicht zugeben. HA!) Und ja, ich
habe meine Tabletten genommen, danke der Nachfrage.
Hier die wundervolltolligen Beweisfotos meines kleinen
Abenteuerurlaubes:
Pendler_innen, die auf den Bus warten und regelmäßig von den locals hier verziert werden.
Ich hätte auch gern so einen hübschen, großen Stein. Srsly.
Der Kanal zwischen Lake Union und dem Meer. (Ich sag doch, wie Amsterdam!)
Menschen betreiben lustige Sportarten.
Dinosaurier_innen! (Ha, wen von euch hats gerade geschreckt, weil ich das Wort gegendert hab? U r welcome!)
Das einzige Mal, dass ich eine fremde Person gefragt hab, ob sie ein Foto von mir machen kann. Falls ihr jemals dorthin kommen solltet: Hinter dem Schild ist ein Geocach versteckt.
Probably.
Die gibts also auch hier.
Ich hab eine Schokoladenfabrik gefunden, in der eins theoretisch die Dinos aus Schoki kaufen könnte.
Das ist der Ventilator der Schokoladenfabrik. Eventuell bin ich etwas länger in der Fabriksabluft gestanden weil... mhhh, Schokolade...
Dieses Schild hat unser Mitleid verdient.
RAKETE!
Rakete mit Mond. Fancy, hm? Einzig fancier...
Rakete mit mir. Ich hab mein Astronautinnen*gesicht aufgesetzt. (Ich sollte mich bei Apollo-Irgendwas bewerben. Mit dem Foto.)
Und Planeten.
Mit Lenin hab ich sogar ein Eis gegessen, oder so.
(Die Statue ist übrigens einzigartig, weil sie die einzige sein soll, die Lenin mit Waffen und nicht als Friedensbringer zeigt.)
Die meisten dieser Stücke haben über einen mehr oder weniger abstrusen Umweg nach Fremont gefunden. Allein die Geschichten von engagierten, zielstrebig und bodenständigen Menschen zu lesen war den Besuch schon wert. Ich hab mich so gefühlt, als könnte ich mich hier sehr wohlfüllen. (bis auf den Part, dass EINE FUCKING KUGEL EIS VIER DOLLAR GEKOSTET HAT. GNGNGNGN >.< )
Das Schokoding am Mangoeis ist der "Lenny Scoop".
Mehr bunte Wegweiserinnen für alle.
Lila Blume.
Der Troll.
Der hing da einfach nur so rum.
Ein paar der kleinen Firmen, die hier untergebracht sind.
Danach bin ich zum Gasworkpark gegangen, um ebenfalls mit
einer wunderschönen Aussicht belohnt zu werden. Noch mehr Sonne. (Ich hatte
übrigens überhaupt keinen leichten Sonnenbrand auf den Armen, weil ich
natürlich daran gedacht habe, mich am ersten sonnigen Tag nach einer Woche
Regen einzuschmieren. Of course.) Und Wasser. Ich mag Sonne, grünes Zeugs und
Wasser.
Die ehemalige Gas-Dingsdi Anlage schaut übrigens auch sehr
nett aus. Vermutlich das Shadowrunigste, was ich bislang gesehen hab. Leider
war der direkte Zugang dort gesperrt. Komisch aber auch.
Panoramabilder:
Cuteness. (Damals, als ich noch keine Angst vor Puppen hatte...)
Um sechs herum hab ich mich auf den Weg heim gemacht, weil
mein Hostel Donnerstags Free Pasta Night hat. (an dieser Stelle werde ich nicht
nochmal auf die Bedeutung von gratis essen eingehen, ich denke, ich bin euch
schon genug damit auf die Nerven gegangen).
Alles in allem ein sehr schöner Tag. Umso schöner, als das
ich die restlichen Tage Sonnenschein vermutlich auf der Konferenz verbringen
werde. Obs wohl auch Outdoor literaturwissenschaftliche Konferenzen gibt?
Vielleicht ist das eine echt gute Marktlücke, die es zu schließen gilt!
Und hier noch zwei Bilder um euch von meiner inneren Zufriedenheit zu überzeugen:
Suuuun... (oder Sonnenstich. Wer weiß das schon so genau.)