14. Tag –
West Seattle, Everett & University District
Heute haben wir wohl in Meilen und Seemeilen die größte
Distanz zurückgelegt. In der Früh schnell aus dem Bett, in einen Bus, in einen
anderen Bus, durch halb Everett gelatscht mit einem Ziel vor dem Augen: um
10:30 unser Boot in Richtung Wale zu besteigen. Die ungefähr zweieinhalb
Stunden (oder drei?) Anreise war es wert.
[Eventuell eine Karte basteln? :D ]
Um die Jahreszeit erholen sich die Grauwale, die jedes Jahr
zwischen Mexiko und nördlicheren Gefilden herumpendeln, gerade von der Reise
rund um die Inseln in Everett. Weil ihnen das mexikanische Essen nicht
schmeckt, sind sie ziemlich ausgehungert. Vor allem, weil die Zeit im Süden mit
Fortpflanzen und Babys bekommen verbringen.
(um den ganzen hier noch etwas Bildungsfaktor hinzuzufügen)
Wir hatten also das Glück, zur perfekten Jahreszeit in
Seattle zu sein, um Grauwale zu sehen. Das Unternehmen, das unsere Waltour
angeboten hat, rühmt sich mit einer Erfolgsquote von über 97% - weshalb wir,
wenig überraschend, schon nach einer halben Stunde auf See unseren ersten Wal
gesehen hat. (Nummer 41 oder 43, Patches genannt.) Er war gerade damit
beschäftigt, am Meeresboden alles Mögliche an Stuff zu Essen, während wir damit
beschäftigt waren, zu warten, dass er zum Atmen wieder auftaucht. (Im Grunde
haben wir ihn wohl beim Brunchen gestört. Sehr unhöflich.) Ratet übrigens, wer
den Wal als eine der ersten gesehen hat :D und die anderen Wale, etwas später,
ebenfalls. Ich glaube, ich hab einen +5 Bonus auf Tierbezogene Spotchecks. (Ja
Mama, das ist eine Rollenspielanspielung. Lass es dir von einem meiner Brüder
erklären :P )
Im Endeffekt haben wir gesehen:
-
3 Wale („nur“ Grauwale)
-
1 Adler
-
Californian See Lions
-
Harbour Seals
-
Möwen. Viele, viele Möwen.
-
ENTEN! :D
-
Entenartigedinge. Vielleicht.
-
Eisbrecher
-
Küstenwache
-
Kriegsschiffe. >.<
-
Vieeeeeeeeeeeeeeeeeeele Segelboote!
Die Walfotos sind vermutlich für Leute, die nicht dabei
gewesen sind, etwas fad. Aber ich bin soo glücklich, endlich welche gesehen zu
haben <3
Nach der rund dreistündigen Bootsfahrt sind wir dann
gemütlich zum Bus zurückspaziert. Am Rückweg sind wir dann nicht bis Downtown
gefahren, sondern schon etwas früher bei der Universität ausgestiegen, weils
(fast) am Weg lag. Fast bedeutet in dem Fall, dass wir nur 9 Blocks zu Fuß
weitergegangen sind, was praktisch nix ist, nachdem wir in Everett zwei Meilen
gegangen sind ;)
Der Unicampus war wunderschön. Sehr viel grün, unerwartet
alte Gebäude. Vieeeeeeeele Gebäude. Und viele Studis. Endlich konnten wir uns
wieder ein bisschen wie zu Hause fühlen ;)
Am Campus befindet sich ein kleines Naturkundemuseum, das am
1. Donnerstag im Monat gratis Eintritt hat. Dank meinem übersinnlichen
Planungstalent sind wir also gratis in das Museum gekommen :D Das Museum selbst
war auch sehr spannend, wenn auch von der Ausstellungskonzeption etwas Gewöhnungsbedürftig.
Aber auch hier waren Fotos überall erlaubt.
Hier noch ein paar Fotos vom Campus und vom Museum:
Uuuund unser Highlight, der Lesesaal:
(Mit dem Baustil haben wir hier wirklich nicht gerechnet :D
)
Am Abend gings dann wieder zurück nach West Seattle. Am Weg
dorthin hat uns dann die gute Nachricht erreicht: Bernis Gepäck ist aufgetaucht
und am Weg ins Hostel. Immerhin nur drei Tage verspätet :D (und das, obwohl es
unauffindbar war – ich hab fast nicht damit gerechnet, es vor Portland zu
bekommen ^^)
Erkenntnis des Tages: Blauwalatem riecht nach Kohlrabi. Not
kidding.









































Waaaaaaaaaaaaaaaaale!
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