Guten Morgen, Portland!
Oder eher, Mahlzeit oder so. Der Tag heute war anfänglich eher faul geprägt, vor allem, weil die Tage davor doch recht anstrengend waren. Ich bin es ja mittlerweile gewohnt, permanent herumzulaufen (hab ich schon erzählt, dass ich langsam so etwas wie eine Kondition aufbaue? Muss an der guten Luft hier liegen ;) ), aber Berni braucht noch etwas Zeit, sich zu akklimatisieren.
Wir sind mit unserem Gastgeber nach Portland gefahren und haben erstmal eine Runde an der Waterfront gedreht. Das Wetter war ein bisschen nieselig (vom Regen her), aber für die Gegend hier schön genug :D
Das Marinemuseum, passenderweise in einem Schiff.
Der alte Turm von einem Kriegsschiff, den sie an der Waterfront aufgestellt haben. Aber zum Thema "öffentliche Inszenierung von Geschichte" später noch mehr. (vermutlich morgen ;) )
Dann haben wir den Saturdaymarket gefunden, der praktischerweise auch am Sonntag statt gefunden hat. Ein Großteil des Markts besetand aus selbstgemachten Sachen von Locals, die auch selbst verkauft haben.
Am Markt haben wir dann auch ein Mitbringsel für die Kater gekauft, aber verratet es den beiden noch nicht ;) Passend zum Ostersonntag ist es eine mit Katzengras gefüllte Stoffkarotte. (Yarrick liebt Karotten ja sowieso...)
Wir sind bei Voodoo Doughnuts vorbeigegangen, wo wir uns dann vieeel später auch noch Doughnuts geholt haben, unser quasi-Osternest.
Im Stadtcenter um die Cityhall herum gab es einige nette Statuen der heimischen Wildtiere:
Und weil dieser Blog noch nicht genug Otter gesehen hat:
Ebenfalls im Stadtcenter gab es einen Wegweiser:
Mittagessen gabs dann beim lokalen Foodcart, das ziemlich gut war - ich hab etwas äthiopisch-afrikanisches ausprobiert :)
Danach sind wir wieder zur Waterfront zurück (nun ohne Host), wo es als Erinnerung an die. Deportation von japanischstämmigen Amerikaner_innen einen extra eingerichteten Park gibt. Vor dem 2. Weltkrieg hatte Portland eine sehr große Community an japanischstämmigen Menschen, die in einem eigenen Japan-Town gelebt haben. Nach dem Japan Pearl Harbor angegriffen hatte, wurden sie im ganzen Land verhaftet und in Lager gesperrt, unter menschenunwürdigen Bedingungen. Unter anderem in Wüstengebieten, ohne ausreichende Versorgung, wodurch viele von ihnen - darunter auch Kinder - gestorben sind. Die einzige Möglichkeit, der Verhaftung zu entgehen, bestand für junge Männer, die sich zum Militärdienst (in Europa) melden konnten und dort dann an die vorderste Front geschickt wurden. Ein berühmter Überlebender eines solchen Lagers ist übrigens der Star Trek Schauspieler George Takei, der auch über seine Zeit in einem Lager öffentlich berichtet hat. (und dadurch beigetragen hat, das Thema zu enttabuisieren) (http://www.georgetakei.com/ )
Nach dem Krieg wollten die Überlebenden zurückkehren und mussten feststellen, das ihre Existenz in Portland fast ausgelöscht wurde. An ihrer Stelle waren chinesischstämmige Menschen eingezogen. Viele kehrten deshalb nicht zurück; für alle Verfolgten wurde ein Mahnmal errichtet.
Portland wird übrigens auch die Stadt der Brücken genannt. Portland liegt zwar nicht direkt am Meer, aber hat einen Fluß, der ein bisschen an die Donau erinnert. (nur doch etwas kleiner) Mit Brücken drüber.
Noch ein paar Impressionen:
Und abschließend ein ernährungsmäßiger Ratgeber aus Portland:
You're welcome.


















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