Sonntag, 5. April 2015

15. Tag - Seattle Undergroundtour + Stadtspaziergang

Für unseren letzten vollständigen Tag in Seattle haben wir uns noch ein Highlight aufgehoben: Eine Tour durch den "Untergrund" von Seattle. Nachdem die Stadt im 19. JH niedergebrannt ist, haben die Behörden sich dazu entschieden, die Stadtteile, die permanent überschwemmt wurden, zu "erhöhen". Sprich: Beim Wiederaufbau mussten alle Gebäude mindestens drei Stockwerke haben, da das unterste Stockwerk im Lauf der nächsten 10 (oder mehr) Jahre im Keller verschwinden wurde, weil die Straße schrittweise erhöht wurde. Das "lustige" daran: beim eigentlichen Brand kam niemand zu Schaden, aber weil die Umwandlung der allgemeinen Stadthöhe so lang gedauert hat, dass teilweise die Straßen schon im 1. Stock waren, während die Gehsteige noch auf Grundhöhe waren, mussten die Leute Leitern verwenden, um nach oben zu kommen. Und dabei kamen (durch Alkoholeinfluss) an die 20 Menschen (wenn ich mir die Zahl richtig gemerkt habe) um. Heute ist das ehemalige Straßenlevel nicht mehr öffentlich erreichbar, sondern nur noch durch (Privat)häuser. Die meisten Menschen verwenden die dadurch entstandenen Flächen als Keller, außerdem gibts es einen Untergrund Comedy Club. Wer in die Keller hinein möchte, muss eine Führung buchen, was wir über das Hostel etwas günstiger machen konnten. Unsere Guide hatte ein bezauberndes Sprechtempo (ungefähr mein schnelles Niveau) und einen wundervollen Humor. Leider waren ein paar Kinder dabei, weshalb sie sich bei einigen Sachen sichtlich zurückgehalten hat.






Einige Kneipen verwenden die Keller als Lagerräume oder für Gäste.

In dem Keller war außerdem während der Goldrauschzeit ein Vergnügungsetablissment 



Die meisten der ehemaligen Keller werden durch diese Glassteine beleuchtet. Oben ist ein Bild der Prismen auf Straßenniveau, unten vom Keller aus betrachtet. Durch die Form der Kegel geben sie wirklich viel Licht weiter. (Ursprünglich waren die Kegel weiß, aber durch einen Zusatzstoff, der verhindern sollte, dass Glas nach einigen Jahren gelb oder braun wird, sind sie nach 20 Jahren violett geworden.)









Danach sind wir einige Zeit lang in der Stadt herumgegangen, waren noch einmal im Goldrauschmuseum (das Berni noch nicht gesehen hatte) und haben uns dann nachher etwas zum Essen gesucht. Die Guide von der Untergrundführung hat uns ein wirklich gutes chinesisches Restaurant empfohlen, dass auch relativ günstig war. (Mehr Fotos zum Essen dann irgendwann in einem eigenen Blogeintrag)

Am Abend waren wir dann noch an der Waterfront, wo diese Fotos hier entstanden sind:




(ein Panoramafoto -> anklicken!)


<3 für die Möwe, die sich so perfekt hingesetzt hat.



Eine andere Möwe.


Ein Pulli in einer Auslage... sehr coole Idee.

Das ist das Maskottchen vom Pike Place Market. Praktischerweise ist es auch eine Spardose.



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