Sonntag, 12. April 2015

21. Tag: San Francisco: Viel goldenes Zeugs

Nachdem wir uns ein bisschen von unseren schlechten Eindrücken an den vergangenen Tagen erholt hatten (wer kann auch ahnen, dass wir es auf Anhieb schaffen, die schlechten Stadtteile zu finden?) sind wir heute sehr typisch touristisch unterwegs gewesen und haben uns die Golden Gate Bridge (mit einer Führung) und den Golden Gate Park angeschaut. Beides liegt übrigens nicht direkt nebeneinander, ist aber mit einem Bus gut erreichbar. Wenn eins in den richtigen Bus einsteigt. Was wir natürlich gemacht haben. Nur die Richtung hat nicht ganz gepasst *hust*

Aber, nochmal zurück zur Brücke: also, die haben wir uns angeschaut. Und ganz viel über die Geschichte gelernt, warum sie so gebaut wurde, woher das Geld stammt (Kurzfassung: nicht vom Staat, sondern Privatleute haben dafür gehaftet) und dass die Brücke nicht rot ist sondern International Orange. Über Farbnuancen lässt sich bekanntlich gut streiten. Aber besser als die von der Armee vorgeschlagene Farbkombination:



Hier ein klassisches Brückenfoto, mit dem einzigen Unterschied, dass es von eurer Lieblingsamateurfotografin (*hust*) wurde.

Ein Blick auf die wunderschöne Stadt. Wir haben übrigens in unseren nicht ganz vier Tagen (oder so) in SF sehr viel gesehen, nur keinen Nebel. Nichtmal wirkliche Wolken (außer bei unserer nieseligen Ankunft)
Die andere Überraschung: ich hab mich trotz Höhen- und Brückenangst (Brücken sind böööööse) ziemlich weit auf die Brücke raufgetraut, bevor ich umgedreht und zurück aufs Land gegangen bin. Den "I crossed the Golden Gate Bridge" Button habe ich mir dementsprechend mehr als verdient.
Während Berni nach meinem Rückzug die Brücke noch etwas genossen hab, hab ich mich etwas meinem zweitliebsten Fotomotiv gewidmet: Pflanzen. So viele Pflanzen, die ich bis jetzt gar nicht kannte:


Und dann haben wir noch ganz klassisch eine fremde Person gefragt, ob sie ein Foto von uns und der Brücke machen kann. Ich schau ob meiner Post-Brücken-Phobiephase noch etwas angespannt aus...


Und dann haben wir etwas wirklich, wirklich großartiges gesehen: EINEN KOLIBRI! Soooo genial, wie das kleine Vögelchen rumgeschwirrt ist. Go, Kolibris!

(der kleine Mistkerl saß übrigens ur weit weg, das war das größte Bild, das ich machen konnte.)



Danach sind wir dann in den Golden Gate Park aufgebrochen, wo ich mich noch mehr meinen Lieblingsfotomotiven widmen konnte:


Coolen Bäumen.


Coolen Tieren. (der Hamster hat 10 cm vom Gehsteig weg herumgegraben. Das wir ihn beobachtet haben, war ihm ziemlich egal)


Es gab einige Teichanlagen, gemischt mit japanischen Bauelementen (ich kann allerdings die Authentizität nicht bezeugen. Von den japanischen Elementen, das Wasser war natürlich echt.)


Ebenfalls mutig war die Entenmama, die mit ihrer Brut neben dem Gehsteig (und ziemlich in der Nähe der Straße) gechillt hat.

Mich hats gefreut, die Fotos sind echt nett geworden (ich erspar euch mal 1000000 Entenkükenfotos)


Dafür gibts das Foto einer Schildkröte mit einem großen Traum: Sie möchte die erste Schildkrötensuperheldin der Welt werden. Jedenfalls übt sie schonmal, sich in die richtige Pose zu schwingen:


Und einen Sidekick, Die Möwe, hat sie auch schon. Ich finds toll, wenn Schildkröten an ihren Träumen festhalten.


Nachdem wir das beste Superheld_innenduo der Welt in Ruhe gelassen haben, haben wir uns einige Zeit lang in diversen Teilen des Parks herumgetrieben. Irgendwann haben wir indisch zu Mittag gegessen. Und dann haben wir viele Statuen von toten (weißen) Männern gesehen. Unter anderem von zwei nahezu unbekannten Autoren:


(Wenn ich viel Geld hätte, würde ich von irgendwelchen unbekannten Personen mit komischen Namen Statuen aufstellen, zu denen es KEINE Wikipediaartikel gibt. Nihihihihihi)


Danach habe ich wieder Fotos von Blumen gemacht. Aufregend, gell?


Aber etwas Abwechslung muss sein: hier das Foto einer nordamerikanischen Honigbiene auf einer Blume. Vielleicht war es auch eine Killerbiene. Wer weiß sowas schon.


Im Park gab es übrigens auch einige Eichhörnchen, denen wir aber nur begegnet sind, als wir mal vom Weg abgewichen und durch unbefestigtere Wege gelatscht sind. In diesem Augenblick haben wir uns endgültig dagegen entschieden, nach Yosemite zu fahren - wir haben einfach nicht das richtige Schuhwerk dafür mit.


Niemensch hat dem Gras gesagt, dass das Feld geschlossen ist :(


Danach sind wir mit dem Bus zurück ans andere Ende vom Park gefahren, wo sich ein wunderschöner Strand befindet. Unseren Aufenhalt dort haben wir Fotos gewidmet, die nur dazu dienen, euch eifersüchtig auf diesen wunderbaren Sandstrand zu machen. Schwimmen ist dort übrigens aufgrund der Strömung verboten. (nicht, dass ich freiwillig in das eiskalte Wasser gegangen wäre. Brrrrrrr)


Obligatorisches Fußspurenfoto:


Klick mich, ich bin ein Panoramafoto:



Wir haben außerdem eine Krabbe getroffen, die sich nicht ganz sicher war, ob sie da sein wollte (sie sah etwas unglücklich, aber wenigstens noch lebendig aus)


Und eine Frage an alle (Hobby)Biolog_innen: das Zeug lag da maßenhaft rum, was war das denn?


Und abschließend habe ich diesen wunderschönen Stein gesehen. Jemensch hat ein Veto dagegen ausgesprochen, ihn zurück nach Österreich mitzunehmen :(  (Berni weiß nicht, wer das gewesen sein könnte.)


Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie der arme Stein jetzt ganz allein am bösen, dunklen, kalten, einsamen Strand liegt...



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