An unserem zweiten und letzten Tag in Portland haben wir weiter die Stadt erkundet. Zunächst waren wir in einem Park, der einige "interessante" Statuen zu bieten hatte.
(Ok, erstmal ein fanciges Gericht)
Eine Pionier_innenfamilie:
(bitte beachtet die Bibel in der Hand des Sohnes und wie der Vater schützend seinen Arm um alle Anwesenden legt. Mit der Waffe im Hintergrund.)
Fancy Baum.
Hirsch!
(Jagender?) Mann mit Waffe. (pass auf Hirsch, pass auf!)
Das sind so ein bisschen die Gründungsmythen von Portland: Menschen, die via Oregon Track nach Portland gelangt sind um hier aus dem "Nichts" eine Stadt entstehen zu lassen. Romantisierte Darstellung + Geschlechterrollenklischees inklusive.
cooles Haus.
Blumen! (Hier blüht alles - ok, faaast alles... aber sehr selbst später ;) )
Fancy Haus.
Blume.
Statue vom Typen, der den Park begründet hat (gibts hier auch öfter)
Ein gefährliches Leben für Verkehrsschilder :(
eine "Panorama"aussicht auf den sg. South Park.
Mann auf Pferd.
Fancy Haus.
Eine Statue von Abe Lincoln.
Und hier Portland der anderen Art - das Bildnis des Green Man
(den Bogen hat ihn wohl wer weggenommen :( )
An diesem Punkt haben wir uns auf auf die Portland Untergrundtour begeben. Nicht viel tatsächlicher Untergrund, dafür die ganze "böse" Geschichte: Sex, Kriminalität, Drogen und Unterdrückung/Rassismus. Wobei vor allem Diskriminierung aufgrund der ethischen Herkunft thematisiert wurde. Einzige Ausnahme: Native Americans. Erzählt wurde auf der Tour nichts, aber es gibt auch hier ganz sicher Stämme, die tw. auch noch immer hier leben. (auch das scheinen nicht alle ansässigen Menschen zu wissen...)
Danach gabs dann noch ein gesundes und ausgewogenes Mittagessen (ein Stück Pizza - immerhin nur ein Stück! ;) ), bevor wir uns weiter bewegt haben um den Rosengarten anzuschauen.
Dazu gings erstmal die Straße rauf durch eine Region, die uns etwas an Döbling erinnert hat:
Dort haben wir dann eine Statue zu Ehren der einer weiblichen Native American entdeckt, die ich schon seit wir in Portland angekommen sind, gesucht habe: (ich hatte sie naiverweise im Stadtcenter vermutet)
Sacajawea wurde von ihrem Mann lieberweise als schwangere 16-Jährige an weiße Erkunder verkauft. Mit Kind am Rücken hat sie die Männer davor gerettet, zu ertrinken, ihre Medikamente zu verlieren (weil ihr Kanu umgekippt ist und sie als einzige gut schwimmen konnte) oder von anderen Natives umgebracht zu werden. Dabei hat sie nicht nur geholfen, Oregon und andere Teile der USA zu erkunden und zu kartografieren, sondern die Native Americans weiter zu unterdrücken. (Mehr Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Sacajawea )
Auf dem Weg zum Rosengarten haben wir noch ein anderes, unerwartetes Mahnmal gefunden:
Ich hab hier weder damit gerechnet, noch stand das Mahnmal im Reiseführer. (ich glaube aber, dass es auf der lokalen Portlandkarte eingezeichnet war, nur haben wir es wohl übersehen - ich muss das nochmal nachprüfen)
Hier Bilder vom Mahnmal:
Von einer wissenschaftlichen Perspektive aus war es sowohl von der optischen-emotionalen Seite (also wie durch die Darstellung Emotionen angesprochen wurden) als auch von der inhaltlichen Aufarbeitung sehr beeindruckend. Von Überlebenden aller verfolgten Gruppen bzw. deren in Oregon lebenden Angehörigen iniziiert und 2004 umgesetzt, war es bislang eines der inklusivsten Mahnmäler die ich je gesehen habe (und das waren doch nicht so wenige): Es wurden alle verfolgten Gruppen erwähnt und das ganze so erklärt, dass es wohl auch für Menschen, die sich wenig damit beschäftigt haben, verständlich ist. Am Boden liegende Gegenstände - Spielzeug aber auch eine zerstörte Menora - haben so realistisch ausgesehen, als wären sie gerade erst fallen gelassen worden.
Etwas niedergeschlagen sind wir also den Berg weiter raufgestiegen, um uns den internationalen Rosentestgarten anzuschauen.
Im April.
Richtig, es blühen in Oregon im April noch KEINE Rosen!
Was wir natürlich wussten, bevor wir dort raufgehatscht sind. *hust*
Die Form von Rosenblättern und ihre Namen waren mindestens genauso unterhaltsam wie die Rosen selbst. Hab ich mir eingeredet.
Aber zumindest ein paar andere blühende Pflanzen haben wir gefunden. Bonuspunkte für die Person, die mir sagt, wie die Pflanze da unten heißt: (Mama? ;) )
Und gut gerochen hat sie auch... mmmmh....
Dann haben wir noch etwas die Berge und Bäume genossen.
Uuuuuuuuund heim ging es. Am Abend wurde gepackt, denn am Tag darauf hieß es: ab nach San Francisco <3

































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